E-Mail-Listen gelten im Online-Marketing als besonderer Schatz. Sie stellen eine direkte und unmittelbare Kontaktmöglichkeit mit Interessenten dar. Als solche haben die E-Mails oft eine hohe Erfolgsquote. Laut einer McKinsey-Studie aus dem Jahr 2014 ist E-Mail-Marketing auf Umsatzebene fast 40 Mal so erfolgreich wie Twitter- und Facebook-Marketing zusammen (Quelle: https://www.mckinsey.com/business-functions/marketing-and-sales/our-insights/why-marketers-should-keep-sending-you-emails, am 17.01.2019)

Allerdings ist das auch nur der Fall, wenn die Adressaten Ihnen die E-Mail-Daten freiwillig gegeben haben. War dies nicht der Fall, kann das Versenden von Werbe-E-Mails auch rechtliche Konsequenzen haben.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von E-Mail-Marketing:

  • Newsletter: Newsletter sind regelmäßig versandte Mails an Ihre Interessenten. Die Inhalte können informativer und werbender Natur sein. Oft genannte Faustregeln: Erfolgreiche Newsletter sollten mindestens alle 2 Monate, höchstens 1 Mal pro Woche versandt werden und dabei professionell gestaltet sein. Wenn Sie zu häufig Newsletter versenden, werden Sie als Spammer wahrgenommen.
  • Direct-E-Mail: Diese Mails sind das Gegenstück zum Offline-Werbebrief. Sie werden nicht regelmäßig versandt, sondern nur an ausgewählte Empfänger und nur zu bestimmten Anlässen wie z.B. besondere Angebote, Einladungen (Messen, Seminare etc.), aktuelle Aktionen, Umfragen etc.
  • Individuelles E-Mail: Diese Form beschreibt den direkten Kundenkontakt in Form von Support, Anfragen, Verkaufsanbahnungen, Beschwerden etc. Hier geht es für Sie darum, dass Sie schnell reagieren. Dann können Sie den Kunden an sich binden. Muss der Kunde wochenlang auf eine Supportantwort warten, haben Sie ihn wahrscheinlich verloren.

 

Gestaltung und Aufbereitung von Marketing-E-Mails

  • Die Absender-Adresse sollte bereits klar zum Ausdruck bringen, wer das E-Mail versandt hat. Andernfalls wirken Sie unseriös.
  • Betreff: Holen Sie ein Bedürfnis ab! Die Betreffzeile entscheidet, ob Ihr E-Mail geöffnet wird (ähnlich der Überschrift bei den Website-Inhalten).
  • Gestalten Sie Ihr E-Mail professionell. Wenn Sie HTML-Newsletter versenden, lehnen Sie das Design an Ihr Website-Design an.
  • Bieten Sie tatsächlichen Mehrwert und teilen Sie den Newsletter in Überschriften. Jede Überschrift soll direkt ein Bedürfnis ansprechen. Es gelten die gleichen Content-Regeln für hochwertige Inhalte wie im übrigen Online-Marketing.
  • Führen Sie Ihre Leser mit dem Link zur Unterseite mit der größten Themenrelevanz (eventuell sogar eine eigens eingerichtete Landing-Page) und nicht auf Ihre Startseite. Schließlich folgt der Leser wegen des spezifischen Inhalts dem Link.
  • Handeln Sie nicht zu viele Themen auf einmal ab.
  • Bauen Sie einen „Call to Action“ ein. D.h.: Sagen Sie dem Leser, was er tun soll (Sie kontaktieren, bestellen etc.).
  • Bieten Sie ordentliche Kontaktdaten am Ende des Newsletters.
  • Bieten Sie eine einfache Möglichkeit, den Newsletter abzubestellen.
  • Vermeiden Sie bekannte Reizwörter, Spamwörter und/oder spammige Schreibweisen: WICHTIGE INFORMATION, SONDERANGEBOT etc.

 

Listenaufbau

Die beste und bewährteste Methode ist, Ihre Website-Besucher dazu zu bringen, sich selbst in die Newsletter-Liste einzutragen. Das ist ein Zeichen, dass sie sich für die Inhalte und das Angebot interessieren. Sie treffen damit genau die Zielgruppe und haben zudem rechtliche Sicherheit.

Weitere Möglichkeiten, freiwillig an die E-Mail-Adressen zu kommen (also die Zustimmung zu holen), sind z.B. E-Mail-Angabe beim Verkauf eines Produkts/Dienstleistung (also bei bestehender Kundenbeziehung), Gratisproben oder Gratis-Informationen gegen die Angabe der E-Mail-Adresse, Gewinnspiele etc. Stellen Sie dabei immer klar, dass Sie die Person in Ihren E-Mail-Verteiler aufnehmen wollen und regelmäßig Zusendungen machen werden. Allerdings sollten Sie die Teilnahme am Gewinnspiel bzw. den Erhalt der Gratisprobe nicht an die Mailwerbung koppeln.

Natürlich können Sie auch E-Mail-Adressen für Werbezwecke in Tausendschaften zukaufen. Wie auch bei allen anderen Abkürzungen im Online-Marketing treffen Sie damit wahrscheinlich kaum Ihre Zielgruppe. In diesem Fall werden Sie wahrscheinlich noch als Spammer wahrgenommen und überspannen vielleicht sogar den rechtlichen Bogen des Erlaubten.

Um Newsletter zu versenden, empfiehlt es sich, ein Newsletter-Tool zu installieren. Diese versenden Text oder HTML-Newsletter, die Sie frei gestalten können und übernehmen die Steuerung eines automatisierten (Double-)Opt-In- und des Opt-Out-Verfahrens. Opt-Out bedeutet, dass man den Newsletter durch einen einfachen Link-Klick wieder abbestellen kann. Bekannte Anbieter sind:

Die meisten Anbieter gleichen sich darin, dass sie eine Testphase oder eine bestimmte Empfänger- und Mailanzahl pro Monat kostenlos zur Verfügung stellen.

Für die Erfogsmessung bieten die Anbieter bereits die Möglichkeit gewisse KPIs zu messen. Um auf Conversion-Basis zu messen, empfiehlt sich hier wiederum das Zusammenspiel mit einem Analyse-Tool wie Google Analytics. So kann erfasst werden, wieviele Conversion durch versandte E-Mails erreicht wurden und welcher Ertrag diesen zuzuschreiben ist.

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